Selina Kuljici, lernende Zeichnerin

Sowohl gestalterische als auch technische Aspekte flossen bei Selina Kuljici in die Berufswahl ein. Doch die 18-jährige St.Gallerin hatte das Glück, sich nicht zwischen den zwei Schwerpunkten entscheiden zu müssen. Denn als lernende Zeichnerin EFZ kann sie ihre Interessen miteinander verbinden.

«Als Zeichnerin in Ausbildung bin ich eine Besonderheit in unserem Team. Ich bin nämlich derzeit die Einzige, die hier diese Lehre macht. Für mich bedeutet das, dass ich viele Anknüpfungspunkte zu anderen Berufsleuten habe. Dadurch lerne ich viel Neues dazu.

Normalerweise arbeite ich in unserem Bürotrakt am Computer, oder ich bin auf der Baustelle, um Räume zu vermessen. Im Rahmen eines Betriebspraktikums konnte ich zudem kürzlich während zwei Wochen in der Produktion mitwirken. Dort habe ich miterlebt, wie die typischen Bach-Heiden-Produkte aus Holz entstehen – über alle Zwischenschritte hinweg. Der Zufall wollte es, dass wir in dieser Zeit an einem Projekt arbeiteten, das ich mitentwickelt habe. Ich war zufrieden und stolz, als eine von mir geplante Trennwand zum Innenausbau eines Büros schliesslich fertig vor mir stand. Genau das gefällt mir am Beruf als Zeichnerin so sehr: Dass ich das Resultat meines Einsatzes sehen und anfassen kann und dass es etwas Echtes ist, das im Alltag einen Mehrwert bietet.

«Am Beruf als Zeichnerin gefällt mir, dass ich das Resultat meines Einsatzes sehen und anfassen kann – es ist etwas Echtes mit Mehrwert.»

Kreatives bedeutet mir auch im Privatleben viel. Schon früh hatte ich Freude daran, auf Papier oder am Tablet Neues zu erschaffen. Nach der Oberstufe besuchte ich den Gestalterischen Vorkurs. Dort merkte ich, dass es mich reizte, meine Faszination für Design mit technisch orientierten Aufgaben zu kombinieren. Die Lehrstelle bei Bach Heiden ist für mich eine perfekte Lösung auf allen Ebenen. Für mich stimmt es hier nicht nur fachlich, sondern auch menschlich.

«Obwohl ich im Team zu den Jüngsten gehöre und noch in der Lehre bin, darf ich immer wieder Verantwortung übernehmen.»

Obwohl ich zu den Jüngsten im Team gehöre, darf ich immer wieder ein Stück Verantwortung übernehmen. So bekam ich vor einiger Zeit den Auftrag, für unseren Aufenthaltsbereich im Bürotrakt ein Möbel zu entwerfen. Unsere Schreiner haben das Objekt dann gemäss meinen Plänen umgesetzt. Spannend ist auch, dass ich an einem laufenden Bewerbungsverfahren für eine weitere Lehrstelle als Zeichner_In mitwirken kann. Meine Meinung fliesst nun ins Auswahlverfahren ein, da ich diese Person ab Sommer 2026 als Oberstiftin betreuen werde. Das zeigt mir, dass die Vorgesetzten auf Augenhöhe mit mir kommunizieren. Und dass ihnen viel daran liegt, mich von Anfang an in verschiedenen Bereichen zu fördern.»